Nestlé give the Oran Utan a break!
Beate - Wälder - 464 Aktivisten
Unsere Gier nach Palmöl führt zur Unwaldzerstörung in Indonesien. Orang-Utans sterben für billiges Palmöl.
Kein Palmöl aus Urwaldzerstörung!
Blogartikel Detailansicht
Wer macht hier Propaganda?
Nestlé give the Oran Utan a break! − 23.03.2010 − von Beate
Derzeit gibt es eine Diskussion innerhalb der PR-Szene über die Greenpeace-Kitkat-Kampagne. Ein großes Problem an der Diskussion ist, dass diese Kampagne von den PRlern nicht als politische Kampagnge verstanden wird. Zudem wird uns unterstellt, unsere Kampagne wäre populistisch, polemisch und propagandistisch. Nachfolgend findet ihr eine Antwort zu der Diskussion von Corinna Hölzel. Sie ist Kampaignerin zum Thema Wälder & Biodiversität bei Greenpeace und hat sich vor Ort in Indonesien selbst ein Bild von der erschütternden Situation gemacht.
"Das Gute an der Diskussion in diesem Blog ist, dass sich alle einig sind, Urwaldzerstörung in Indonesien für Palmölplantagen nicht hinnehmen zu wollen. Wenn man diese Klima- und Umweltkatastrophe aufhalten will, muss man wissen, wer die Hauptverantwortlichen sind und wer in enger Beziehung zu diesen steht. Das hat Greenpeace getan. Gemeinsam mit den internationalen Kollegen, ganz voran den Indonesiern, haben wir die politische und ökonomische Situation analysiert, haben Lieferbeziehungen und Finanzierungen recherchiert und definiert, was notwendig wäre, um die Wälder zu schützen.
Die Ergebnisse dieser Analysen sind: Wir fordern einen Stopp der weiteren Umwandlung wertvoller Torfwälder in Plantagen. Die großen Player, die diesen Stopp der Waldzerstörung momentan noch verhindern, sind zum einen die indonesische Regierung, zum anderen die Konzerngruppe Sinar Mas. Sinar Mas hat ein langes Register von Straftaten sowie Konflikten mit lokalen Gemeinschaften um Land, Urwaldzerstörung, Brandrodung und der Konzern hat aggressiveExpansionspläne in Kalimantan und Papua. http://bit.ly/cllNYg
Sinar Mas ist nach eigenen Aussagen Nummer Eins im indonesischen Palmölgeschäft, produziert ca. zwei Millionen Tonnen Palmöl pro Jahr und liefert sowohl direkt an Lebensmittelkonzerne als auch über Zwischenhändler wie Cargill. Sinar Mas weigert sich seit Jahren, einem Stopp der weiteren Entwaldung zuzustimmen und hat entsprechende Initiativen im Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) immer wieder blockiert. Damit dieser Konzern seine Blockadehaltung endlich aufgibt, fordern wir Unternehmen auf, ihre Geschäftsbeziehungen mit Sinar Mas zu stoppen und sicherzustellen, dass kein Sinar-Mas-Palmöl in ihren Produkten landet.
Unilever ist mit einem Jahresverbrauch von 1,3 Millionen Tonnen Palmöl der größte Einzelabnehmer. Nach einer Greenpeace-Kampagne 2007 setzte sich Unilever öffentlich für einen Stopp der Entwaldung in Indonesien ein und kündigte schließlich im Dezember 2009 seine Verträge mit Sinar Mas in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Auch die Firma Kraft kündigte Anfang des Jahres ihre Verträge mit Sinar Mas.
Jetzt ist Nestlé als ein weiterer großer Einzelabnehmer von Palmöl am Zug: Nestlé ist der größte Lebensmittelkonzern weltweit und daher sowohl in einer besonderen ökologischen und sozialen Verantwortung als auch in der Machposition, Veränderungen voranzutreiben. Nestlé verbraucht 320.000 Tonnen Palmöl pro Jahr, und, Mirko Lange hat es offenbar überlesen, die Menge hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt.
Palmöl ist das billigste Pflanzenöl der Welt und wird auch für andere Produktgruppen eingesetzt. Insofern hat es der Verbraucher schwer, Palmöl im täglichen Leben zu umgehen. Es landet in Waschmitteln und Kosmetik, wird in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme verbrannt und ist im Diesel beigemischt.
Über all dies informiert Greenpeace seit Jahren. Seit 2007 testen wir bspw. Diesel, um den Anteil von Palmöl aufzuzeigen und fordern von der Politik die Abschaffung der gesetzlich vorgeschriebenen Beimischungsquote. Es ist wirklich sehr gewagt zu behaupten, wir würden Nestlé als die einzigen "bösen Buben" hinstellen. Auch bei den Lebensmitteln haben wir andere Verantwortliche genannt. In der Presseerklärung vom 17.3.2010 ist zu lesen "Auch weitere Firmen sind jetzt zum Handeln aufgefordert, denn Palmöl aus Urwaldzerstörung kann auch in vielen anderen Produkten enthalten sein, zum Beispiel in Bahlsen Keksen, der Prinzenrolle, Toffifee, in Maggi-Produkten, Kosmetik von Schwarzkopf oder Waschmitteln wie Persil, Spee und Terra Aktiv von Henkel." http://bit.ly/bF8r5L
Es gibt keine getrennte Warenerfassung bei Palmöl. Deshalb kann Nestlé nicht ausschließen, dass das für Kitkat verwendete Palmöl von Sinar Mas stammt. Dies ist die Grundlage unserer Argumentation: Sinar Mas liefert an IOI und Cargill. Cargill und IOI liefern an Nestlé. IOI liefert ins Chocoladenwerk Hamburg. Dort wird Kit Kat produziert. Im Kit Kat ist Palmöl enthalten. Ein Konzern wie Nestlé, der sich selbst der Nachhaltigkeit verpflichtet sieht, muss diese Kriterien für die gesamte Liefer- und Produktionskette einhalten.
Und eine letzte ganz persönliche Bemerkung: Es geht uns nicht darum, jemanden "bluten" zu sehen. Ich war vergangenes Jahr für vier Wochen im Wald- und Klimacamp in Indonesien auf der Insel Sumatra. Was ich dort auf den Konzessionen von Sinar Mas gesehen habe, war schockierend: Frisch gerodeter Urwald, totale Verwüstung, Brandrodung und Vernichtung alles ursprünglichen Lebens. http://blog.greenpeace.de/author/choelzel/
Wenn wir jetzt nicht den großen Konzernen und Abnehmern von Palmöl hier ganz deutlich machen, dass wir dieses Palmöl nicht wollen und diese Zerstörung nicht akzeptieren, wird die Abholzung solange weitergehen, bis der Wald in Indonesien komplett vernichtet ist. Und ich hoffe, wir sind uns soweit einig, dass das verhindert werden muss."
Wenn euch die Diskussion genauer interessiert, könnt ihr sie hier mitverfolgen:http://talkabout.posterous.com/greenpeace-vs-nestle-gerechter-kampf-um-d...http://talkabout.posterous.com/alles-konstuiert-nestle-zu-verurteilen-hi...
Diesen Artikel mit sozialen Lesezeichen merken!
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Übersicht
-
112
Greenits
-
23
Beiträge
-
464
Aktivisten
Kampagnenerfolge
-
Michi Bayona - 17. Mai, 2010
Yes! Nestlé legt endlich Aktionsplan vor: Zukünftig kein Palmöl und Papier aus Urwaldzerstörung mehr - Lieferanten, die sich nicht daran halten, sortiert Nestlé aus.
-
Michi Bayona - 10. Mai, 2010
In 46 Städten kennzeichnen ehrenamtliche Greenpeace-Gruppen in Supermärkten Kitkat-Riegel mit Aufklebern, auf denen ein Orang-Utan um Hilfe ruft.
-
Beate - 19. April, 2010
3765 Tweets auf der Twitterwall zu Nestlé, Palmöl, Oran-Utans und Urwaldzerstörung. We want more!
Kampagnen-Wall
-

Sven sagt
1. SeptemberBei Facebook findet ihr die Gruppe Wir meiden Lebensmittel mit Palmöl. Muß sagen eine Super Gruppe mit vielen Beiträgen zum Thema Palmöl. Reinschauen lohnt im jeden Fall
-

Malina Fuchs sagt
22. Januar, 2011ich habe eine website über umweltschutz und würde gerne widgeelements anbringen. ich bekomme es nicht hin. :( kann mir jemand helfen???
-

Francesca Müller sagt
16. November, 2010NAMASTE~DIR BEATE &DANKE fürDEIN~SEIN+GESCHENK http://www.youtube.com/watch?v=Eollr4HT0AI&feature=more_relate
Mitmachbilder
Aktivitäten
Kimmy hat seine Unterschrift bei der Kampagne Nestlé give the Oran Utan a break! abgegeben.
Aktivität - 22. Januar
Laura Malina Seiler hat seine Unterschrift abgegeben.
Aktivität - 22. Januar
Gudrun Becker hat seine Unterschrift abgegeben.
Aktivität - 9. Januar
Marnie Groeben engagiert sich.
Aktivität - 2. Dezember
Du hast Deine Unterschrift abgegeben.
Aktivität - 2. Dezember
Franziska K. hat seine Unterschrift abgegeben.
Aktivität - 22. November

112
Mister Wong











