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Was hat McDonalds mit der Regenwaldzerstörung zu tun?

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privater Blogeintrag − 05.05.2011 − von Greenfood

http://regenwald-ist-zukunft.de/?p=19
 

Was hat die Fast-Food-Kette McDonalds mit der Abholzung des Regenwalds zu tun ?

In Sachen Urwaldschutz braucht McDonalds dringend Nachhilfe. Der Konzern verschließt die Augen vor einem riesigen Skandal: McDonalds kauft Hühnerfleisch von Firmen, die in Brasilien an illegaler Brandrodung und Soja-Landwirtschaft mit Sklavenarbeitern gut verdienen

sagt Denise Völker, Wald-Expertin bei Greenpeace.

Wir fordern McDonalds auf, ab sofort sicher zu stellen, dass der Verzehr ihrer Produkte nicht den Amazonas-Urwald zerstört.

Allein McDonalds Deutschland verarbeitet pro Jahr ca. 24.000 Tonnen Huhn und 36.000 Tonnen Rind.
McDonalds weiß als Fast-Food-Kette angeblich nichts von illegal gerodeten Flächen im brasilianischen Regenwald, die zum Anbau der Futtermittel für die Fleischproduktion seiner Hamburger genutzt werden.
Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace weltweit einen aktuellen Report unter dem Titel “Eating up the Amazon” (Wir essen Amazonien auf). Er zeigt, wie große Agrarkonzerne (Lebensmittelkonzerne wie z.B. Maggi) den wichtigsten Urwald des Planeten zerstören und das Angebot von billigem Fleisch in Europa diese Urwaldvernichtung anheizt.
Diesmal geht es nicht um die Rinderzucht im Urwald, sondern um den Anbau von Soja, mit dem Rinder, Schweine und Hühner gefüttert werden, bevor sie als Fleischklops enden. Zum Anbau von Soja-Bohnen werden in den verbliebenen Regenwäldern am Amazonas riesige Flächen abgefackelt, auf denen dann auf großen Farmen die eiweißreichen Bohnen angebaut werden.
Die Wirkungskette der Zerstörung des Amazonasgebiets durch den Anbau von Sojabohnen zur Tiermast bis zum Konsumenten wo McDonalds, aber auch andere Zwischenverbraucher von Fleisch angeklagt werden.
Durch die weltweite Nachfrage an Sojabohnen werden laut eines Reports der Umweltschutzorganisation Greenpeace fünf Prozent der 50 Millionen Tonnen (250.000 Tonnen) Jahresproduktion Brasiliens im Amazonasgebiet angebaut.
Greenpeace hat durch die Auswertung von Satellitenbildern und durch Recherchen im Amazonas-Gebiet, die Schritte von der Urwald-Zerstörung bis hin zu Geflügelprodukten wie Chicken McNuggets von McDonalds dokumentiert.
Die Soja-Farmer eignen sich das Land oft illegal an. Nach der Brandrodung kommen häufig Sklaven zum Einsatz: Entrechtete Menschen, die in abgelegenen Regionen wie Arbeitsvieh gehalten werden. Sie müssen oft bis zu 16 Stunden am Tag arbeiten und hausen unter Plastikplanen. Die Agrarkonzerne Cargill, Bunge, ADM und Maggi sind maßgeblich an diesem Geschäft beteiligt. McDonald’s bezieht Geflügelfleisch der Cargill-Tochter Sun Valley.
Die Soja-Monokulturen dringen immer weiter in den letzten großen Regenwald des Planeten vor. Die Brandrodung für die Felder gefährdet das Weltklima und vernichtet den Lebensraum der indigenen Völker, der Pflanzen und Tiere in den brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Pará. 1,2 Millionen Hektar ehemaliger Regenwald-Flächen sind schon mit Soja-Feldern überzogen.
Schon im Jahr 2000 war McDonald’s das Ziel von Greenpeace-Protesten. Damals ging es darum, dass die Hühner für die Chicken McNuggets mit Gen-Soja gefüttert wurden. McDonald’s sicherte darauf hin Greenpeace und den Verbrauchern zu, auf “gentechnisch veränderte Bestandteile” im Hühner-Futter zu verzichten. Doch dies war eine Lüge. Dem Futter für die Hühner ist genmanipuliertes Sojaöl beigemengt.
by Rebecca
Quellen: Greenpeace

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