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Gier nach Palmöl - Gift für Artenvielfalt und Klima! 11.11.2009 − von Beate

-------Originalmeldung-------
Von: Alnatura VerbraucherserviceDatum: 11/10/09 12:32:49An: "Matthias Ebner"Betreff: Antw: Betreff: Ihre Nachricht zu Palmfett und Enthornung
Sehr geehrter Herr Ebner,
 
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
 
Die Alnatura Schoko-Zartbitter-Creme ist in Ihrer Rezeptur schon immer mit Palmöl zubereitet. Grundsätzlich handelt es sich bei den süßen Brotaufstrichen auf Schokoladenbasis nicht um traditionelle Produkte sondern um Entwicklungen der letzten Jahre, die erst durch den Einsatz von Palmfett möglich wurden.
 
Gerne teilen wir Ihnen mit, dass wir dieses Jahr im Rahmen unseres 25-jährigen Jubiläums mit unserer Zukunftsinitiative "Für mehr Bio-Bauern" konventionelle Landwirte, bei Ihrer Umstellung auf ökologische Landwirtschaft unterstützen. Gemeinsam mit unseren Handelspartnern initiieren und finanzieren wir einen Umstellungsfonds, um mehr Bio-Bauern in Deutschland zu gewinnen. Aus dem Verkauf der Kundeneditionsprodukte und dem gemeinnützigen Verein "Alnatura hilft!" wird das Projekt unterstützt.
 
Mit Hilfe des renommierten Forschungsinstituts für biologischen Landbau e. V. (FiBL) in Frankfurt werden konventionell wirtschaftende Landwirte kompetent über Bio-Landbau informiert. Sie erhalten Zugang zu qualifizierter, genau auf ihren Betrieb zugeschnittener Beratung, damit sie fachkundig unterstützt prüfen können, ob und wie für sie ein Umstellen auf ökologische Bewirtschaftung realisierbar ist.
 
Weitere Informationen zur Initiative finden Sie unter folgendem Link: http://www.alnatura.de/de/zukunftsinitiative.Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen konnten.
 
Mit freundlichen GrüßenSilke SchäferAlnatura Produktions und Handels GmbH- Verbraucherservice -Darmstädter Straße 63D-64404 BickenbachTelefon: 0 62 57 - 93 22 0Telefax: 0 62 57 - 93 22 688Internet: www.alnatura.dee-mail: produkte@alnatura.deHandelsregister: AG Darmstadt HRB 4407 / Geschäftsführer: Prof. Dr. Götz E. RehnRegistered at Court of Darmstadt HRB 4407 / Managing Director: Prof. Dr. Götz E. Rehn
 
>>> "Matthias Ebner" 09.11.2009 18:18 >>>
 
Sehr geehrte Frau Schäfer,
 
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.Leider ist sie für mich nicht zufriedenstellend. Es mag ja sein, dass Palmölein tolles Produkt ist, was seine Eigenschaften bei derLebensmittelproduktion angeht. Aber warum ging es denn früher ohne Palmölund heute plötzlich nicht mehr? Was hat sich geändert.
 
Wie bereits erwähnt gibt es kein garantiert nachhaltiges Palmöl.Greenpeace hat aufgedeckt wie selbst die schwachen Regeln des RSPO umgangenwerden.
 
Auf regenwald.org finden Sie hier, hier und hier mehr Informationen zum
Thema Palmöl und dem RSPO. Ein kleiner Ausschnitt: "Der RSPO besitzt weder Legitimität, noch sind dieaufgestellten Minimalkriterien tauglich, die Probleme auch nur annäherndeinzudämmen. Regenwaldrodung ist unter den Vorgaben des Runden Tisches nichtverboten, entsprechend roden die Palmöl-Produzenten kräftig weiter."
 
Sehr bedauerlich, dass es so wenige Demeter-Betriebe gibt. Vielleicht könnenSie ja in Zukunft verstärkt nachfragen. sodass Demeter klar wird, dass siedie Nachfrage nicht decken können und weitere Anstrengungen unternehmen, umdies zu ändern.
 
Freundliche Grüße,Matthias Ebner-------Originalmeldung-------
 
Von: Alnatura VerbraucherserviceDatum: 09.11.2009 17:05:43An: Matthias EbnerBetreff: Ihre Nachricht zu Palmfett und Enthornung
 
Sehr geehrter Herr Ebner,
 
vielen Dank für Ihr Interesse an Alnatura und Ihre Anfragen. Gerne geben wirIhnen eine Rückmeldung dazu.
 
Im Bio-Bereich werden sehr hochwertige pflanzliche Öle eingesetzt, diewichtige Fettsäuren enthalten und von Natur aus nahezu cholesterinfrei sind.Pflanzliche Öle sind in der Regel jedoch flüssig und daher bei der Rezepturvon verschiedenen Produkten wie z. B. Schoko- und einigen Früchteriegelnoder pflanzlichen Brotaufstrichen nicht einsetzbar. Für die Rezepturensolcher Produkte benötigt man ein Fett, welches bei Zimmertemperatur festist. Eine Möglichkeit um flüssige Öle in einen festen Zustand umzuwandelnist das sogenannte Härten von Fetten, welches z. B. bei Margarine zumEinsatz kommt. Hierbei können jedoch für den menschlichen Organismusungünstige Transfettsäuren entstehen. Im Biobereich wird daher gernePalmfett verwendet, da es sich hierbei um das einzige pflanzliche Fetthandelt, welches bei Zimmertemperatur natürlicherweise fest ist.
 
Das bei uns eingesetzte Palmöl bzw. Palmfett stammt aus nachhaltigbewirtschafteten Plantagen. Im Gegensatz zum konventionellen Anbau wird imBio-Anbau auf eine langfristige und nachhaltige Nutzung der Palmöl-PlantagenWert gelegt. Sie werden bis zu 25 Jahren genutzt, was dem natürlichenHöchstalter von Ölpalmen entspricht. Die in den Tropen so wichtigeBodenfruchtbarkeit wird im Bio-Anbau durch Mulch- und Kompostwirtschaftunterstützt. Leguminosen als Untersaaten schützen zudem vor Erosion unddienen als natürliche Stickstoffdünger. Die meisten Palmfettlieferantenarbeiten zudem nach den Richtlinien der RSPO (Round Table on SustainablePalm Oil). Dies ist ein international anerkannter Standard für nachhaltigenPalmöl-Anbau. In diesen Richtlinien ist u.a. festgelegt, dass neu angelegtePlantagen seit 2005 keine ursprünglichen Wälder mehr ersetzen dürfen.
Gerne würden wir mehr Produkte in biologisch-dynamischer Qualität anbieten.Leider gibt es nicht genug Demeter-Betriebe für unseren Bedarf.
Wir freuen uns, wenn wir Ihnen weiterhelfen konnten.
Mit freundlichen GrüßenSilke Schäfer
Alnatura Produktions und Handels GmbH- Verbraucherservice -Darmstädter Straße 63D-64404 Bickenbach
Telefon: 0 62 57 - 93 22 0Telefax: 0 62 57 - 93 22 688
Internet: www.alnatura.dee-mail: produkte@alnatura.de
Handelsregister: AG Darmstadt HRB 4407 / Geschäftsführer: Prof. Dr. Götz E.RehnRegistered at Court of Darmstadt HRB 4407 / Managing Director: Prof. Dr.Götz E. Rehn>>> produkte@alnatura.de 09.11.2009 15:42 >>>Thema: Alnatura Bezugsquellen
Absender:HerrMatthiasEbner**********************
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin ein großer Fan von Alnatura. Ich bemühe mich nämlich nur Produkte zukaufen, die ich mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Wie mir scheint binich hierfür bei Alnatura gut aufgehoben.Auf zwei Dinge, die mir sehr am Herzen liegen, möchte ich Sie jedochhinweisen:
1. Kürzlich habe ich ihre Zartbitter-Schoko-Creme entdeckt, welche mir sehrgut schmeckt. Ich möchte von Nutella wegkommen, weil ich erfahren habe, dassdort Palmöl drin ist. Leider habe ich nun bemerkt, dass selbst beiIhrer-Schoko-Creme Palmöl enthalten ist.
 
Dies macht mich ärgerlich, denn es muss nicht nur über unzählige Kilometeraus Regionen nach Deutschland transportiert werden, in denen Ölpalmenangebaut werden, sondern für deren Plantagen wird fast immer auchunschätzbar wertvoller Regenwald gerodet. Dieser ist nicht nur Lebensraumfür eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, sondern auch einer derentscheidenden Komponenten im Klimaschutz, denn er bindet enorme Mengen anCO2. Wird er gerodet, wie oft für die Platzschaffung für Plantagen der Fall,fällt nicht nur diese Speicherkapazität von CO2 weg, sondern es entstehenauch enorme Emissionen - ca. 20% der weltweiten CO2-Emissionen und mehr alsdie des kompletten weltweiten Verkehrssektors. Gerade erst habe ich beim WWFgelesen, dass die Torfmoorwälder, die z.Z. ebenfalls immer schneller fürÖlpalm- und Soja-Plantagen gerodet oder abgeholzt werden, sogarTreibhausgas-Emissionen freisetzen könnten, die der Menge entsprechen, diedurch die Verbrennung fossiler Brennstoffe während der kompletten letzten 70(!) Jahre entsprechen würden.
Auch Zertifikate stellen keine Lösung dar, denn sie werden auf Grund vonweit verbreiteter Korruption in Anbauländern, die sich meist in der DrittenWelt befinden, oft erkauft oder ihre Regeln missachtet.
Aus diesen Gründen möchte ich Sie eindringlich bitten dafür zu sorgen, dassAlnatura kein Palmöl mehr verwendet, sondern auf Sonnenblumen- oder Rapsöloder etwas ähnliches pflanzliches umstellt.
2. Auf Grund der Tatsache, dass Demeter, das einzige Siegel ist, bei demgarantiert wird, dass Rinder nicht enthornt werden, möchte ich Sie bittenmehr Milch- und Fleischprodukte auf Demeter umzustellen. Die Enthornung isteine schmerzhafte bis äußerst schmerzhafte Angelegenheit für Rinder unddeshalb ethisch nicht akzeptabel.
Freundliche Grüße aus Tübingen,Matthias Ebner

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  • Tintinula

    Tintinula sagt

    2. Mai, 2010

    Grade die Liste durchgegangen. Total erstaunt: Ich kauf nie irgendwas von dem Zeug. Alles so Fertigprodukte, auf die man gut verzichten kann! Vielen Dank für die Zusammenstellung....

  • Aktivist gelöscht

    Aktivist gelöscht sagt

    1. Dezember, 2009

    Ich finde die Idee mit der Liste echt gut, da weiß man gleich was man am eigenen Konsumverhalten zugunsten der Umwelt ändern kann.

  • Petra Bar

    Petra Bar sagt

    29. November, 2009

    Habe grad an Ferrero geschrieben. Mal schauen, was die antworten

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