Internet und Stromverbrauch.
Nick Michelson - Energie - 44 Aktivisten
Das World Wide Web verbraucht viel Energie.
Das Ziel ist Menschen über die Technologien zu informieren, die sie tagtäglich einsetzen.
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Energieverbrauch einzelner Internetdienste
Internet und Stromverbrauch. − 07.01.2012 − von Nick Michelson
Hier sind ein Paar zusammengefasste Informationen über die einzelnen Internetdienste:
Allein eine Anfrage bei der Suchmaschine Google kostet vier Watt Strom pro Stunde oder zwei Gramm CO2 Ausstoß, wie Forscher aus den USA errechnet haben:Das entspricht dem Stromverbrauch einer Energiesparlampe, die eine Stunde lang brennt"
Eine Auktion bei Ebay schlägt mit 18 Gramm CO2 zu Buche",
Ein Jahr lang eine Identität in der Parallelwelt Second Life zu pflegen, entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch eines Brasilianers
Zusammengenommen nämlich erzeugen 1000 Google-Anfragen ebenso viel CO2, wie ein Auto auf einem Kilometer Fahrt ausstößt. 12.000 Kilometer Suchanfragen pro Stunde
Wie beachtlich der tatsächlich ist, hat die US-Umweltbehörde zuletzt 2006 ausgerechnet. Schon damals verbrauchten die amerikanischen Rechenzentren 61 Milliarden Kilowattstunden Strom, genug Energie, um Großbritannien zwei Monate lang zu versorgen. Aber das war vor drei Jahren. Schätzungen zufolge wächst das Internet Jahr für Jahr um zehn Prozent.
So rechnet etwa die Credit Suisse damit, dass die Auslieferung der Bandbreite fressenden YouTube-Videos jährlich mehr als 350 Millionen Euro kostet.
Klimakiller Internet:
Illusion vom klimaneutralen Surfen
Eine einzige Such-Anfrage bei Google verbrauche so viel Strom wie eine 11-Watt-Energiesparlampe pro Stunde, meldet die New York Times
Eine Figur in "Second Life" frisst durchschnittlich 1752 Kilowattstunden pro Jahr - das ist mehr als mancher echte Mensch im Jahr verbraucht, zum Beispiel in Indien.
Basierend auf Daten des Prognos-Instituts und des Umweltbundesamtes haben Klimaforscher errechnet, dass der Stromverbrauch des Internets einen CO2-Ausstoß von 4 Millionen Tonnen pro Jahr verursacht, allein in Deutschland. Da in Deutschland knapp 80 Prozent des Strombedarfs durch herkömmliche Energie gedeckt werden, sei das Internet für 2 bis 3 Prozent des gesamten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich - und damit so schädlich wie der Flugverkehr.
Allein das Internet verursacht durch seinen Stromverbrauch weltweit inzwischen ebenso viel Kohlendioxid-Ausstoß wie der Flugverkehr, errechnete das Freiburger Öko-Institut.
Das Wuppertal Institut, eine Klimaforschungseinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen, geht in einem Szenario für das Jahr 2010 davon aus, dass das Internet in Deutschland mehr als 30 Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen wird. Davon entfällt der größte Teil auf PCs, der Rest verteilt sich auf Server, Provider und Datenleitungen für Onlinehandel und Mailverkehr. Werde der derzeitige auf fossilen Brennstoffen und Atomenergie beruhende Strom-Mix beibehalten, sei das Internet im Jahr 2010 für 18,5 Millionen Tonnen CO2 und mehr als 27 Tonnen hochradioaktiven Atommüll verantwortlich, befürchtet Greenpeace.
Der Energiebedarf wächst permanent. Die Datenmenge des Netzes verdoppelt sich alle vier Monate
Allein das Video-Portal Youtube produziert so viel Datenverkehr wie das gesamte Internet noch vor zwei Jahren.
Filme Online gucken! Datenverkehr!!!
Weltweit würden 20 Eintausend-Megawatt-Großkraftwerke benötigt, um den Strombedarf des Netzes zu decken, schätzt das Freiburger Öko-Institut. Der Energiebedarf des Internets sei "besorgniserregend", sagt Corinna Hölzel vom Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy.
Die IT-Branche arbeitet an Energiespar-Lösungen, nicht nur aus Liebe zur Umwelt, sondern weil der Strom immer teurer wird. Die Stromrechnung von Firmen wie Ebay oder Google beträgt monatlich mehrere Millionen Euro.
Wer klimamäßig korrekt im Internet surfen will, kann das mit Hilfe von Greenpeace tun: Die Umweltschutzorganisation bietet "CO2-freie E-Mail-Adressen'' und Speicherplatz auf Servern an, die mit Ökostrom betrieben werden (atomstromfreies-internet.de).
Googeln wäre übrigens umweltverträglicher, wenn die Suchseite nicht einen weißen, sondern einen schwarzen Hintergrund hätte. Das würde pro Jahr 3000 Megawattstunden Strom sparen, hat Mark Ontkush ausgerechnet, der Betreiber des Öko-Blogs EcoIron. Die meisten Monitore würden weiß auf schwarz weniger Strom verbrauchen. Schwarzmalerei könnte so ausnahmsweise etwas nützen.
http://www.sueddeutsche.de/digital/hoher-stromverbrauch-klimakiller-internet-1.347967
http://www.stern.de/digital/online/stromverbrauch-wie-viel-energie-kostet-eine-google-suche-634098.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,622712,00.html
http://www.welt.de/wissenschaft/article13391627/Wie-das-Internet-zum-Klimakiller-wird.html
Jede Suchanfrage bei Google kostet so viel Strom wie eine Energiesparlampe pro Stunde.
Wie Forscher an der TU Dresden errechneten, sind die Zuwächse beim Energieverbrauch des Internets immens. Demnach soll das Web um 2030 bereits so viel Strom verbrauchen, wie heute die gesamte Weltbevölkerung.
Wobei bislang keine Rede davon sein kann, dass die Informationstechnik die Transporttechnik ersetzt. Im Gegenteil: Die weltweit dezentralisierte Produktion der Computerhardware bewirkt kräftige Zuwachsraten beim Frachtaufkommen im Schiffs- und Flugverkehr – mit entsprechenden Folgen für den Kohlendioxid-Ausstoß.
Ein anderes Beispiel: Auch der Stromverbrauch eines Second-Life-Avatars ist nicht zu unterschätzen. Wenn man den Verbrauch der Spielecomputer sowie der 4000 Second-Life-Server berücksichtigt, ergibt dies einen Jahresverbrauch von 1752 Kilowattstunden für jede der virtuellen Gestalten dieses Computerspiels. Umgerechnet bedeutet dies einen Kohlendioxid-Ausstoß von 1,17 Tonnen pro Jahr, wie der US-Autor Nicholas Carr berechnet hat.
11 Kommentare und alle desunterstützend! Es wird so empfunden als ob die Freiheit geraubt wird.
„die Energie des 19. Jahrhunderts die Technik des 21. Jahrhunderts antreibt“. Demnach werden die Internet-Datendienste zu „50 bis 80 Prozent von aus Kohle erzeugtem Strom betrieben“
Greenpeace fand heraus, dass große Rechenzentren von Google, Facebook und Apple vor allem dort angesiedelt sind, wo zumeist mit fossilen Brennstoffen elektrische Energie produziert werde.
Apples iDataCenter befindet sich demnach in North Carolina, einem Staat, in dem 61 Prozent des Stroms aus Kohle und 31 Prozent aus Atomkraft stammen – ein durchaus kostengünstiger, aber vergleichsweise „schmutziger Strommix“, wie Greenpeace feststellt. Die beste Note bekam Yahoo von den Umweltschützern. Der IT-Konzern plane immerhin ein Rechenzentrum nahe den Niagara-Fällen, wo Strom aus Wasserkraftwerken eine günstigere Ökobilanz verspreche.
"Cloud Computing" als Klimakiller
Vor allem der neueste Trend, das „Cloud-Computing“, besorgt die Umweltschützer. Mobiles Surfen sowie die Auslagerung von Daten und Programmen in global verteilte Rechenzentren lassen den Energieverbrauch in den kommenden Jahren stark ansteigen.
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Markus K. sagt
7. FebruarSucht doch demnächst statt über google über www.ecosia.org.
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Robert sagt
3. FebruarDas Anliegen ist gut, aber in Zukunft wird das Internet wachsen und das in gewaltigem Ausmaß.
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Markus K. sagt
1. FebruarSollte man dann nicht alle Profilfotos aus dieser Comunity herausnehmen um ebenfalls ein wenig Platz auf dem Server zu machen und somit den Stromverbrauch zu reduzieren ?!
Aktivitäten
Markus Schneider engagiert sich in der Kampagne Internet und Stromverbrauch. .
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Junis Adiba hat die Kampagne an FreundInnen weiterempfohlen.
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green.artist hat die Kampagne an FreundInnen weiterempfohlen.
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Du engagierst dich.
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